Beiträge mit dem Schlagwort: Frust

Die Neue Bescheidenheit


Artikel aus DIE ZEIT:

Wir werden wieder lernen, unsere Fahrräder selber zu flicken und unsere Knöpfe anzunähen. Die Zeit des Wachstums ist vorbei, meint der Volkswirt Niko Paech

DIE ZEIT: Herr Paech, wie lange können wir noch wachsen?

Niko Paech: 15 Jahre.

ZEIT: Und dann geht die Welt unter?

Paech: Nein, die ökologischen Wachstumsgrenzen kann man nicht genau benennen. Die hängen davon ab, ab wann die Menschen Erlebnisse wie den Hurrikan Katrina, der New Orleans zerstörte, nicht mehr aushalten. Es gibt aber auch eine ökonomische Grenze des Wachstums. Die werden wir früher erreichen als die ökologische.

ZEIT: Welche Grenze ist das?

Paech: Unser auf Wachstum angelegtes Industriemodell als Ganzes braucht Rohstoffe. In den vergangenen Jahrzehnten waren alle Energieträger und anderen Materialien extrem billig und scheinbar unendlich verfügbar. Das ist vorbei. Der Ressourcenhunger von Aufsteigernationen wie Indien, China, Brasilien oder Südafrika treibt die Preise der Rohstoffe nach oben. Das ist unumkehrbar. Sollte sich die Weltwirtschaft erholen und die Wachstumsrate der Ressourcennachfrage weiterhin höher sein als die Wachstumsrate der Fördermengen, kollabiert das auf Fremdversorgung basierende Wohlstandsmodell.

…….

Advertisements
Kategorien: Österreich, Crash, Deutschland, Europa, Gesellschaft, Wirtschaft | Schlagwörter: , , , , , , | 4 Kommentare

Noch ein Blog! Wer soll den verdammt noch mal noch lesen?


Wer soll das je lesen, wer liest so Blogs überhaupt? Findet im Internet überhaupt noch konstruktiver Gedankenaustausch statt. Seit langem plagt mich das Gefühl, es ist zwar jeder mit jedem verbunden – theoretisch, aber praktisch? Nach langem Widerstand gab ich vor etwa eineinhalb Jahren auf — und meldete mich bei Facebook an, Spätzünder, ja, zu einer Zeit, wo andere es längst wieder aufgaben. Anfangs fand ich es toll, wie schnell man vereinzelt alte Bekannte wieder trifft, so reihte sich Freund an Freundin und man tauscht so manches, meist eher weniger wertvolle Wort aus. Manche schreiben wie verrückt, jede Minute Ihres Lebens, wo sind sind, was sie tun und hinterlassen die Spuren für die Ewigkeit, egal, interessiert ja niemanden…

Das eigentlich enttäuschende war aber, dass ich das Gefühl bekam, es ist ein Wettbewerb um die Menge an Freunden, die die linke Leiste ziert, aber bald rattern die Meldungen durch, man liest sie kaum, schreibt kaum was dazu, und wenn, einsilbig, flach, oberflächlich, ….

Mittlerweile bin ich aus Facebook raus, fast, naja, wie es halt so ist, aber es wird alles gelöscht, mal kurz was gepostet, aber wie gesagt, Reaktion eher null.

Emotional plagen mich aber seit Jahren Gedanken, der Drang, das Wissen, dass eine gesellschaftliche Veränderung notwendig ist, wie geht man es an, es tut sich nichts, teils Wut im Bauch über die Politik, die Wirtschaft, die Medien. Aber sind die allein schuld, dass sich ncihts ändert?

Nun der Entschluß, ein Versuch, ein Blog.

Ein Blog mit einem Ziel.

Das Ziel einer gesellschaftlichen Änderung.

Und das von einem, der selbst bisher keinen Blog las, kaum in Foren aktiv ist, kaum was weiss vom Web 2.0. Ganz dumm ist er aber auch nicht! Im Hamsterrad der Gesellschaft gut eingespannt, ein funktionierender Hamster mit dem Gefühl, er soll so hamstern, damit er nicht zum Denken kommt. Dabei war denken, aber immer seine Sache, seine Welt, Denken, Schreiben. Seit der Kindheit der tiefe Wunsch etwas zu schaffen: ein Computerprogramm, ein geniales Spiel am C64, am Amiga, eine Datenbank, ein Buch schreiben, irgendetwas Großartiges schaffen – der Geist ist stark, der Wille auch, aber?

Aber es braucht viel Zeit, Konsequenz, ein Mal ein paar Stunden was dafür tun ist nicht genug.

Nun im Alter, klingt jetzt arg, aber das vierte Jahrzehnt in diesem Leben ist bald voll, sammelt sich aber das Bedürfnis, Dinge zu verändern..

Hört noch wer zu?

Kategorien: Uncategorized | Schlagwörter: , , | Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: