Das Glück messen! Beginn der Abkehr vom BIP?


Nach längerer Pause auf diesem Blog, teils aus Gründen starker Beschäftigung meinerseits, teils aber auch weil ich bewusst zu warten wollte, bis mich eine Meldung sofort anspricht und es wert ist, diesem Blog Ehre zu machen.

Dass der anstehende Wechsel im Paradigma, im Denken der Menschen, hin zu einer spirituelleren Gesellschaft, rückblickend vielleicht doch mit dem Jahr 2012/2013 in späteren Jahren in Verbindung gebracht werden könnte, läge dann wohl an der Nachricht von heute:

Abkehr vom Kult um Wirtschaftszahlen :

Dass ausgerechnet Deutschland mit seiner stabilen Wirtschaft nun über die Sinnhaftigkeit von Bruttoinlandsprodukt-(BIP)-Kennzahlen diskutiert, hat Signalwert: Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass das BIP nicht der Weisheit letzter Schluss ist, um Wohlstand und Wohlergehen abzubilden. Sogar die EU-Kommission steht offiziell dazu, dass das BIP überhaupt nichts darüber aussagt, wie gut es den Menschen in einem Land geht. Mit Alternativen dazu – etwa der Messung des „Bruttonationalglücks“ in Bhutan oder ähnlichen Vorgaben in Lateinamerika – tut man sich allerdings gerade in Europa schwer. Und in Österreich noch ein bisschen schwerer.

Endlich erkennt man, ..

… dass das BIP schlicht und einfach keine Aussage über die Entwicklung in einem Land gibt, ist indes inzwischen weithin anerkannt. Es beschreibt nur, welche Waren und Dienstleistungen in einem Land um Geld an Endverbraucher gelangen. Dabei fallen nicht nur ganze Wirtschaftszweige unter den Tisch, sondern vor allem bildet das BIP nicht ab, ob jemand etwas kaufen musste oder wollte, beziehungsweise ob oder welchen Nutzen das Gekaufte für sie oder ihn hatte.

Entzündet hat sich die Debatte in Deutschland an den Vorschlägen einer parlamentarischen Kommission zur „Entwicklung eines ganzheitlichen Wohlstands- beziehungsweise Fortschrittsindikators“, die nun nach zweijährigen Beratungen vorgelegt wurden. Ein Mix aus 20 Faktoren soll Deutschland demnach künftig als Messlatte dienen. Neben Wohlstand sollen auch ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit, soziale Ausgewogenheit sowie Bildung und Freiheit gemessen werden.

Dass 2014 bereits ein erster Wohlstandsbericht erscheinen soll, dass darüber noch gestritten wird, wie und in welcher Form, ist alles nicht so tragisch. Wesentlich ist, dass sich eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum abzeichnet, hin zu einer Messung des Glücks, der Zufriedenheit. Sobald die Optimierung dieses Glücks Hauptanliegen der Politik, der Gesellschaft wird, werden sich viele Subziele von selbst ergeben und entwickeln und in Richtung eines Bedingungslosen Grundeinkommens, hin zu Förderung kultureller, sozialer, spiritueller Tätigkeit gehen, und zwar von selbst.

Unsere Gesellschaft braucht endlich eine Abkehr vom tierischen Ernst in Wirtschaft und Politik, eine Abkehr vom abgöttischen Glauben an Wirtschaftswachstum, Profit und Gier, eine Abkehr von der damit verbundenen Angst zu versagen, unterzugehen. Ansätze einer Änderung im Denken sind erkennbar, aber auf der anderen Seite sind auch die immer schlimmeren Auswüchse der modernen Arbeitsgesellschaft und ihre Folgen sichtbar und spürbar (ständige Erreichbarkeit, Überlastung durch E-Mail-Wahnsinn, fehlender Trennung von Arbeit und Freizeit, damit verbunden Burnouts, Schlaganfälle bei immer jüngeren Menschen unter 40, ….. usw.)

Österreich mal wieder abwartend …

Selbst die UNO hat bereits eine Resolution hervorgebracht, in der festgehalten wurde, dass das BIP nicht zur Messung von Zufriedenheit taugt. Österreich hat diese Resolution nicht unterzeichnet.

Auch wurde immer wieder festgestellt, dass sich Optimierung des Glücks und der Wirtschaftlichkeit nicht unbedingt komplett ausschließen müssen.

Hier der Link auf den deutschen Bundestag, wo man sich als Bürger auch aktiv beteiligen kann:

http://www.bundestag.de/bundestag/gremien/enquete/wachstum/

Einen Überblick über den GNH (Gross National Happiness)-Index des Königkreichs Bhutan gebe ich in einem Folgeartikel in Kürze.

 

 

 

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Kategorien: Armut, Österreich, Bedinungsloses Grundeinkommen (BGE), Deutschland, Gesellschaft, Humor, Politik, Wirtschaft, Zufriedenheitsökonomie | Schlagwörter: , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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