Klimawandel in Europa ist Fakt


Das Klima ist einer unserer wichtigsten Einflussfaktoren für unser Leben, unsere Gesellschaft. Von manchen wird ja immer noch vehement bestritten, dass es einen Klimawandel gibt, bzw. dass dieser von der Menschheit verursacht wurde.

Dies scheint ein 300-seitiger Bericht der European Environment Agency anders zu beurteilen. Die Durchschnittstemperaturen im letzten Jahrzehnt 2002-2011 lagen bereits 1,3 Grad Celsius über dem Durchschnitt vor der Industriellen Revolution, Umweltkatastrophen, Dürren im Süden, Überschwemmungen im Norden Europas wurden häufiger.

Interessanterweise wird in dem Bericht kaum mehr vom Versuch gesprochen, den Klimawandel aufzuhalten, eher geht es nur mehr um „Anpassungsstrategien“.

Der Klimawandel ist weltweit eine Realität, und das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieses Wandels zeichnen sich immer deutlicher ab. Dies bedeutet, dass alle Bereiche der Wirtschaft und auch die Haushalte sich anpassen, und die Emissionen reduziert werden müssen. (Jacqueline McGlade, die Exekutivdirektorin der EUA)

So heißt es in einer Aussendung zur Studie:

Das letzte Jahrzehnt (2002-2011) war das wärmste in Europa registrierte; die Temperatur in Europa (nur Landgebiete) lag im Durchschnitt um 1,3° C über dem vorindustriellen Niveau. Klimamodelle prognostizieren, dass die Temperaturen in Europa im ausgehenden 21. Jahrhundert um 2,5- 4° C höher liegen wird als am Ende des 20. Jahrhunderts, wenn keine ambitionierte globale Klimaschutzpolitik verfolgt wird.

Hitzewellen haben hinsichtlich der Häufigkeit und Dauer zugenommen und im vergangenen Jahrzehnt Zehntausende von Todesfällen verursacht. Der prognostizierte Anstieg von Hitzewellen könnte gemäß dem Bericht in den nächsten Jahrzehnten zu einer zunehmenden Zahl der hiermit verbundenen Todesfälle führen, wenn sich die Gesellschaften nicht anpassen. Im Gegensatz wird ein Rückgang der auf Kälte zurückzuführenden Todesfälle in zahlreichen Ländern prognostiziert.

Während die Niederschläge laut Bericht in den südlichen Regionen rückläufig sind, nehmen sie im nördlichen Europa zu. Für diese Trends wird eine Fortsetzung prognostiziert. Den Voraussagen zufolge wird der Klimawandel zunehmend Flusshochwasser verursachen, insbesondere in Nordeuropa, da der Wasserkreislauf durch hohe Temperaturen intensiviert wird. Allerdings ist es schwierig, den Einfluss des Klimawandels in den Beobachtungsdaten zu Überschwemmungen in der Vergangenheit zu erkennen.

Der steigende Meeresspiegel erhöht das Risiko einer Überflutung der Küsten bei Stürmen. Der globale durchschnittliche Meeresspiegel verzeichnete im 20. Jahrhundert einen jährlichen Anstieg von 1,7 mm; in den vergangenen Jahrzehnten belief sich der jährliche Anstieg auf 3 mm. Die Prognosen für die Zukunft weichen stark voneinander ab. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Anstieg des Meeresspiegels im 21. Jahrhundert höher sein wird, als im 20. Jahrhundert. Allerdings ist der Anstieg des Meeresspiegels an den europäischen Küsten unterschiedlich, beispielsweise aufgrund von regionalen Landhebungen oder -senkungen.

Die einzig „positive“ Aussicht, soll aber nicht über die allgemein negativen Folgen und die Erfordernis unser aller Umdenken hinwegtäuschen:

Mit den ansteigenden Temperaturen ist die Bedarf nach Heizung ebenfalls zurückgegangen, wodurch Energie eingespart werden kann. Allerdings muss dies gegen die stärkere Energienachfrage zur Kühlung während der heißeren Sommer aufgewogen werden.

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Kategorien: Ökologie, Bedinungsloses Grundeinkommen (BGE), Europa, Gesellschaft | Schlagwörter: , , , , , , , , | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Klimawandel in Europa ist Fakt

  1. Letztens wurde in einer Doku auf Phoenix ein weiterer Aspekt der Erderwärmung gezeigt, dessen Folgen noch gar nicht durch Modelle dargestellt werden können: die steigenden Temperaturen in der Arktis wirken sich negativ auf die grossen Meeresströmungen aus. Durch nichtausreichende Abkühlung der oberen Wasserschichten wird die Umwälzung eingeschränkt, die Strömungen werden erheblich gestört.

    Die Forschung arbeitet noch daran, welche weitreichenden Konsequenzen dies für das Leben auf der Erde nach sich zieht…

    • Ja, ich habe das so in Erinnerung: wenn der Golfstrom versiegt, wird es erstmal richtig kalt in Europa, weil wir hier eigentlich Temperaturen haben, die gar nicht unseren Längengraden entsprechen. Und ich meine mich zu erinnern, das dann alles bis runter nach Dänemark unter einer Eisdecke versinkt, in Deutschland wird’s dann auch mächtig kalt, in Österreich mal sehen :… ja, ich glaube wir werden solche Prognosen nicht richtig machen können, es wird sich einfach zeigen. Alles rückgängig machen, können wir auch nicht mehr und wie ich ja schon öfter vermutete, wir brauchen eine Art Crash, jedes sanftere Umdenken wird durch das System und dem Gott Wirtschaftswachstum zunichte gemacht.

  2. Zudem transportieren die Meeresströmungen auch biologisches Leben. Naja, heute hat ja der x-te Weltklimagipfel begonnen. Ich werde aufmerksam verfolgen, auf welche verbindlichen Vereinbarungen sich die Staaten einigen werden. Alle wissen, um was es geht – aber…

    Ja, wahrscheinlich hast Du Recht mit Deiner „Crash-Theorie“. Leider.

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