Monatsarchiv: November 2012

Klimawandel in Europa ist Fakt


Das Klima ist einer unserer wichtigsten Einflussfaktoren für unser Leben, unsere Gesellschaft. Von manchen wird ja immer noch vehement bestritten, dass es einen Klimawandel gibt, bzw. dass dieser von der Menschheit verursacht wurde.

Dies scheint ein 300-seitiger Bericht der European Environment Agency anders zu beurteilen. Die Durchschnittstemperaturen im letzten Jahrzehnt 2002-2011 lagen bereits 1,3 Grad Celsius über dem Durchschnitt vor der Industriellen Revolution, Umweltkatastrophen, Dürren im Süden, Überschwemmungen im Norden Europas wurden häufiger.

Interessanterweise wird in dem Bericht kaum mehr vom Versuch gesprochen, den Klimawandel aufzuhalten, eher geht es nur mehr um „Anpassungsstrategien“.

Der Klimawandel ist weltweit eine Realität, und das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieses Wandels zeichnen sich immer deutlicher ab. Dies bedeutet, dass alle Bereiche der Wirtschaft und auch die Haushalte sich anpassen, und die Emissionen reduziert werden müssen. (Jacqueline McGlade, die Exekutivdirektorin der EUA)

So heißt es in einer Aussendung zur Studie:

Das letzte Jahrzehnt (2002-2011) war das wärmste in Europa registrierte; die Temperatur in Europa (nur Landgebiete) lag im Durchschnitt um 1,3° C über dem vorindustriellen Niveau. Klimamodelle prognostizieren, dass die Temperaturen in Europa im ausgehenden 21. Jahrhundert um 2,5- 4° C höher liegen wird als am Ende des 20. Jahrhunderts, wenn keine ambitionierte globale Klimaschutzpolitik verfolgt wird.

Hitzewellen haben hinsichtlich der Häufigkeit und Dauer zugenommen und im vergangenen Jahrzehnt Zehntausende von Todesfällen verursacht. Der prognostizierte Anstieg von Hitzewellen könnte gemäß dem Bericht in den nächsten Jahrzehnten zu einer zunehmenden Zahl der hiermit verbundenen Todesfälle führen, wenn sich die Gesellschaften nicht anpassen. Im Gegensatz wird ein Rückgang der auf Kälte zurückzuführenden Todesfälle in zahlreichen Ländern prognostiziert.

Während die Niederschläge laut Bericht in den südlichen Regionen rückläufig sind, nehmen sie im nördlichen Europa zu. Für diese Trends wird eine Fortsetzung prognostiziert. Den Voraussagen zufolge wird der Klimawandel zunehmend Flusshochwasser verursachen, insbesondere in Nordeuropa, da der Wasserkreislauf durch hohe Temperaturen intensiviert wird. Allerdings ist es schwierig, den Einfluss des Klimawandels in den Beobachtungsdaten zu Überschwemmungen in der Vergangenheit zu erkennen.

Der steigende Meeresspiegel erhöht das Risiko einer Überflutung der Küsten bei Stürmen. Der globale durchschnittliche Meeresspiegel verzeichnete im 20. Jahrhundert einen jährlichen Anstieg von 1,7 mm; in den vergangenen Jahrzehnten belief sich der jährliche Anstieg auf 3 mm. Die Prognosen für die Zukunft weichen stark voneinander ab. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Anstieg des Meeresspiegels im 21. Jahrhundert höher sein wird, als im 20. Jahrhundert. Allerdings ist der Anstieg des Meeresspiegels an den europäischen Küsten unterschiedlich, beispielsweise aufgrund von regionalen Landhebungen oder -senkungen.

Die einzig „positive“ Aussicht, soll aber nicht über die allgemein negativen Folgen und die Erfordernis unser aller Umdenken hinwegtäuschen:

Mit den ansteigenden Temperaturen ist die Bedarf nach Heizung ebenfalls zurückgegangen, wodurch Energie eingespart werden kann. Allerdings muss dies gegen die stärkere Energienachfrage zur Kühlung während der heißeren Sommer aufgewogen werden.

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Kategorien: Ökologie, Bedinungsloses Grundeinkommen (BGE), Europa, Gesellschaft | Schlagwörter: , , , , , , , , | 3 Kommentare

Forderung nach einer Trennung von „Staat und Wissenschaft“


Auf Grund der oft gehörten Forderung atheistischer Kreise nach einer Trennung von „Staat und Kirche“ auf Grund der angeblichen Tatsache, dass es Gott nicht gäbe und man somit keine Glaubensvorstellungen mitfinanzieren wolle, müsste meiner Ansicht nach, auf Grund der Tatsache, dass auch der heutigen Naturwissenschaft ein Glaubenssystem zugrunde liegt, wie in Warum der Materialismus ausgedient hat wieder einmal eindeutig aufgezeigt wird, auch gefordert werden,

Eine Trennung von „Staat und Wissenschaft“

Da auch Wissenschaft auf Glaubensgrundlagen basiert, wäre sie wohl ebenso wenig staatlich zu fördern wie die Kirche, oder?

Obwohl ich Wissenschaft in der aktuellen Form auf Glaubensgrundlagen basieren sehe, ist es mir aber weniger ein Anliegen, Wissenschaft und Staat zu trennen, als aufzuzeigen, wie „dumm“ die Forderung „Kirche und Staat“ zu trennen eigentlich ist. Sowohl Kirche, als auch Religion und Wissenschaft, ebenso wie Kunst, Literatur, Wirtschaft und Sport und viele andere Bereiche des menschlichen Lebens sind Teile unseres Lebens und nachdem der Staat nichts anderes sein soll, als der Vertreter der Summe seiner Bürger, hat er auch die Aufgabe, finanzielle Mittel ausgewogen zu verteilen und nachdem in vielen Ländern den Menschen Religion und Kirche genauso wichtige Anliegen sind wie Sport, Kunst, Kultur und Wissenschaft hat der Staat Geld auf alle Bereiche zu verteilen.

Der dumme Unkenruf militanter Atheisten nach Trennung von Staat und Kirche wird durch die Argumentation einer angeblichen wissenschaftlichen Begründung nicht wahrer oder glaubwürdiger. Hier versucht eine kleine Randgruppe einen Wunsch gewaltsam durchzusetzen. Denn während heute der Einfluss der Kirche ohnehin minimal ist, hat der Einfluss von Lobbyisten aus Technik, Industrie (somit den Priestern der Naturwissenschaft) über deren angeblich objektives Gutachtenunwesen  in vielen Bereichen schon Besorgnis erregende Ausmaße angenommen, was aber leider so oft schon nicht mehr wahrgenommen wird.

Letztendlich zeigt sich wieder, dass wohl der beste Weg ein ausgewogenes Miteinander sein wird.

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Öko-Modellstädte und Wolkenkratzer-TIEF-Bau


Natürlich wirft die Idee eines gesellschaftlichen Wandels auch immer die Frage auf, wie soll man so leben, dass das Leben lebenswert und ökologisch vertretbar ist.

Dass jede Zusammenballung zu Städten und Megametropolen bisweilen negativ besetzt ist, ist zum derzeitigen Punkt klar, weil besonders die rasch wachsenden Staaten in Asien und Südamerika mehrheitlich aus Slums bestehen und nur wenige Superreiche und Reiche den Wohlstand genießen.

Ein besonderes Projekt plant derzeit Malaysia: Grüne Megacity titelt die ORF-Schlagzeile:

Die riesige Ökomodellstadt Iskandar für drei Millionen Menschen in nächster Nähe zu Singapur soll entstehen. Dabei will man ökologisch, wirtschaftlich und auch sozial neue Maßstäbe setzen – und offenbar gibt es für die ambitionierten Pläne auch schon jede Menge interessierte Unternehmen.

Grün und sozial durchdacht

Die Stadt soll mit erneuerbarer Energie versorgt werden, öffentlicher Verkehr soll den Vorrang haben und auch Recycling hat man sich auf die Fahnen geschrieben. Gleichzeitig will man auch schon im Vorhinein für soziale Integration sorgen.

Ein anderes, ähnliches Projekt des Emirats Abu Dhabi soll bereits 2015 fertig gestellt sein:

Masdar City

Bis 2015 will man in Masdar eine emissionsfreie, autolose und energieautarke Stadt aus dem Wüstenboden stampfen, die Raum für 100.000 Menschen, Fabriken, Kraftwerke und eine Universität bieten soll.

Projekt Iskandar: http://www.iskandarmalaysia.com.my/

Masdar City: http://www.masdar.ae/

Eine andere Lösung für die unökologische Städtenutzung ist der „Wolkenkratzer-Tiefbau“: ein Vorzeigeprojekt dazu ensteht derzeit in Mexico City:

Dieser Wolkenkratzer gräbt sich in die Erde – berichtet BZ Berlin

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