Frank Stronach gründet eigene Partei und stellt sich selbst an die Spitze


Fast war es zu erwarten, dass Frank Stronach sich selbst an die Spitze seiner zu gründenden Partei stellen wird, obwohl er noch vor einiger Zeit die Gründung einer Partei nicht bestätigen wollte und mitteilte, dass er auf Grund seines hohen Alters keinesfalls an der Spitze dieser Bewegung stehen wollte.

Die Inhalte dieser Partei werden wohl eine Mixtur aus Wirtschaftsfreundlichkeit, Politikverdrossenheit, Euroabneigung und Steuervereinfachungen sein.

Für mich war von Anfang an klar, dass Herr Stronach, der einen Weltkonzern („Magna“) aufgebaut hat, der gewohnt ist, zehntausende Mitarbeiter zu befehligen, es nicht übers Herz bringen wird, andere entscheiden zu lassen. Auch wenn er teilweise gute Ideen hat, erkennt, dass das, was derzeit in der Euro-Zone passiert, den Euro und die Wirtschaft zerstören wird, wenn er erkennt, dass es immer schwieriger wird, dass kleine Unternehmer ihre Selbstständigkeit aufrechterhalten, weil sie vom immer komplexeren Gesetzesirrsinn des derzeitigen Systems zermalmt werden, wird er gute Köpfe nur bedingt halten können, weil sein Wort Gesetz sein wird.

Sein Ziel liegt laut einem Artikel im Kurier bei 10%, was bei der derzeitigen Unzufriedenheit mit der Politik durchaus möglich ist.

„Wahrheit, Transparenz und Fairness“ sollen die Schlagworte sein, die man dem seit seinem ZIB2-Interview als sehr ORF-kritisch aufgefallenen und „bockigen“ Spitzenkandidaten durchaus abnimmt. Immerhin kann er sich auf Grund seiner finanziellen Unabhängigkeit jede Bockigkeit der Welt erlauben.

Insbesondere wer das Interview noch nicht gesehen hat, sollte es sich UNBEDINGT ansehen, noch nie hat jemand das Konzept einer Zeit-im-Bild- Sendung so durcheinander gebracht:

Ich vermute, dass mit seiner Partei keine schöne, neue Welt zu machen sein wird, ein Gegengewicht zu dem derzeit herrschenden, sich verselbständigt habenden Karrierepolitikersystem der Ahnungslosen kann die Stronach-Partei wohl jedenfalls sein.

Seine Wahlkampfkassa aus Privatvermögen ist höher als das Budget aller anderen Parteien zusammen und er muss die Partei sogar erst spät gründen, da es für Parteien Wahlkampfausgabenobergrenzen gibt.

Franz Stronach ist ein Mensch, den man meist entweder liebt oder hasst.

Ich gehöre irgendwie zur ersten Gruppe, wenn ich aber von der Stoßrichtung der Ideen nicht wirklich überzeugt bin.

Lassen wir uns überraschen.

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