FPÖ stärkste Partei in Österreich, Piraten 7%


So wäre die Situation, wenn am Sonntag Neuwahlen in Österreich wären, gemäß der letzten Erhebung von Neuwal vom 13.5.2012.

Die Ergebnisse im Detail:

  1. FPÖ 27 %
  2. SPÖ 26 %
  3. ÖVP 21 %
  4. Grüne 13 %
  5. Piraten 7 %
  6. BZÖ 3 %

neuwal Mandatsberechnung Bei der  neuwal-Mandatsberechnung basierend auf diesen Umfragewerten gibt es derzeit fünf Parteien, die für eine Koalition in Frage kommen: SPÖ, ÖVP, FPÖ, DIE GRÜNEN und die PIRATEN. Für eine Mandatsmehrheit werden 92 von 183 Mandaten benötigt.

  • SPÖ/ÖVP schaffen mit 92 Mandaten gerade noch eine Mandatsmehrheit.
  • ÖVP/FPÖ kommen auf  94 Mandate
  • SPÖ/FPÖ kommen rechnerisch gemeinsam auf 104 Mandate  (FPÖ/SPÖ wird  von der SPÖ abgelehnt)
  • SPÖ/GRÜNE schaffen gemeinsam 76 Mandate (16 Mandate fehlen auf eine Mehrheit)

Bei den Dreier-Koalitionen gibt es derzeit keine Mehrheiten:

  • SPÖ/GRÜNE/PIRATEN liegen gemeinsam bei 89 Mandaten – 3 Mandate fehlen auf eine Mehrheit
  • ÖVP/GRÜNE/PIRATEN liegen gemeinsam bei 79 Mandaten

Zahlenspielereien am Rande

  • Für die ÖVP bedeutet diese Umfrage ein historischer Tiefstand: Nur einmal, am 15. April 2011 (Gallup/ÖSTERREICH) wurde die ÖVP mit 21 % so tief wie dieses Wochenende bewertet.
  • Für die SPÖ bedeutet diese Umfrage die niedrigste Bewertung in unseren 4-Jahres-Aufzeichnungen seit 18. August 2011 (Gallup/ÖSTERREICH, 26 %) und 10. Juli 2011 (IMAS/Krone, 24 %).
  • Tiefststand auch für das BZÖ, die in den letzten Wochen von 2 % (Karmasin/Profil, 5. Mai 2012) und 3 % nicht weg kommen

Die Schwankungsbreite der Studie beträgt 4,3 %.

http://neuwal.com/index.php/2012/05/13/wahlumfrage-osterreich-fpo-27-spo-26-ovp-21-grune-13-piraten-7-bzo-3-galluposterreich-n400-13-05-2012/

Was sagt uns das Ergebnis:

1. Dass es ohnehin anders kommt als vorhergesagt

2. Dass die Österreicher das Vertrauen zur SPÖVPGrünInnen verlieren.

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Kategorien: Österreich, Gesellschaft, Politik, Umfrage | Schlagwörter: , , , , , | 7 Kommentare

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7 Gedanken zu „FPÖ stärkste Partei in Österreich, Piraten 7%

  1. „Was sagt uns das Ergebnis:“

    Dass die FPÖ mit ihrer Rattenfänger-Rhetorik Erfolg hat, *heul*

    • Aber wen sollen die Menschen wählen, wenn sie mit den Herrschenden nicht einverstanden sind. Ich weiß auch, dass die FPÖ besonders im Ausland als „Alptraum“ dargestellt wird, ganz so schlimm ist es aber nicht. Da in Österreich keine NDP wie in Deutschland kandidieren darf, ist es klar, dass sich auch die extremen in der rechtesten Partei finden, was aber nicht bedeutet, dass alle Wähler rechtsextrem sind, und die FPÖ in Sachen Bürgernähe sehr gut ist.
      Piratisches Potential schätze ich sogar höher, da die Partei bisher in Österreich ja kaum existiert und schon 7% prognostiziert werden. Mit bisschen Werbung vor den Wahlen sollte noch was drin sein.

      • „Aber wen sollen die Menschen wählen, wenn sie mit den Herrschenden nicht einverstanden sind.“

        Na erstens war die FPÖ doch zum Teil mit an der Regierung, und zweitens gibst du die Antwort selbst: Die Piraten z.B.

        • Ja, Piraten oder auch die neu gegründete Party „Human Way“, an welcher Franz Hörmann wesentlich beteiligt ist. Ich bin sehr gespannt, wie das offizielle Auftreten sein wird.

          Zur FPÖ muss man sagen, sie ist neben dem BZÖ immerhin die einzige Partei, die dem Wahnsinn ESM entgegentritt:
          http://news.orf.at/stories/2125865/

  2. Das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit ist weg. Diese Tendenz bestätigt sich in ganz Europa. Nur die Frage die sich stellt ist: Sollen wir einfach die andere Partei wählen, nur weil die wir unzufrieden sind. Können wir das System von innen verändern? Ich glaube nicht – außer den Piraten würde ich „noch“ meine Stimme geben. Aber ansonsten kann ich meinen Protest am besten mit nichtwählen ausdrücken. Auf das hoffen wir in den U.S.. Weil wenn wirklich die Beteiligung unter die 40% Marke fällt, dann gute Nacht (wäre ein Erfolg für die Menschen in Übersee). Bei den Wahlen in Syrien war die Beteiligung knappe 50% und diese wurden von den Amis belächelt.

    • Das Problem ist aber, dass selbst bei einer Wahlbeteiligung von 30% sich nichts ändert und die Stimmen nach den Anteilen aufgeteilt werden. In der Schweiz sind sehr niedrige Wahlbeteilungen normal.
      Ich finde zwar auch, dass man Nichtwähler stärker berücksichtigen müsste, aber das ist im System nicht vorgesehen.

      • Das stimmt, es ändert sich dann auch nichts von der Machtverteilung. Aber es ist zumindest ein Ausdruck der Unzufriedenheit. Dass die Wahlbeteiligung in der Schweiz so niedirg ist, das habe ich nicht gewusst.

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