Der Schweizer Franken als Anzeichen der Krise


Da ich ja immer mehr und zunehmend der Meinung bin, dass der von mir und vielen ersehnte Gesellschaftswandel nur nach einem Zusammenbruch des bestehenden wirtschaftlichen Systems erfolgen kann, beobachte ich natürlich mit Interesse Anzeichen des Crashs.

Der Schweizer Franken sollte ja bei 1,20 Euro stabilisiert werden, nachdem er schon bei knapp einem Euro stand. Die Stabilisierung hielt ja die letzten Monate ganz gut, dass er nun aber unter 1,20 Euro gesunken/gestiegen ist, zeigt mir aber, dass der Druck für die Schweizer Nationalbank extrem hoch sein muss.

Nachdem ja im Dezember das System noch mal gerettet wurde, wie Draghi eingestehen musste:

Draghi: Im Dezember wäre es beinahe zum Crash gekommen

  |  Veröffentlicht: 27.01.12, 18:35  |  Aktualisiert: 27.01.12, 19:11 |  52 Kommentare

Die Euro-Zone stand im Herbst offenbar dichter am Abgrund als bekannt: Mario Draghi sagte in Davos, ohne seine Aktion, 489 Milliarden Euro in den Markt zu pumpen, hätte es eine „größere, größere Kreditklemme“ gegeben.

Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, sagte am Freitag beim Word Economic Forum in Davos, dass nur mit der Hilfe der massiven Geldschwemme durch die EZB Ende 2011 eine „größere, größere Kreditklemme“ verhindert worden sei. Das wisse die EZB „mit Sicherheit“.

Die Zahlen der EZB zeigen, dass die Banken im Dezember plötzlich verrückt gespielt haben. Sie hörten schlagartig auf, den Unternehmen und Privaten Geld zu leihen (mehr zu den Zahlen und dazu, dass das kein abgeschlossener Vorgang ist – hier). Daher entschloss sich die EZB, die Märkte mit dem 489 Milliarden Tender wieder flott zu bekommen (hier).

Dass die Gelder auch in der Realwirtschaft angekommen sind, bezweifelte indessen Draghi in Davos selbst: Er sagte, es gäbe in einigen Regionen Europas „ernsthafte Kreditklemmen“. Er wisse noch nicht, ob die Banken das Geld an die Realwirtschaft weitergeben: „Wir haben noch keine Beweise dafür. Wir müssen warten. Es gibt da eine Verzögerung.“

Beruhigend sind die Aussagen Draghis jedenfalls nicht. Vor allem beweisen sie, dass die Beschwichtigungen von Politik und Banken im Herbst unzulässig waren. Draghis Bemerkungen zeigen aber auch, dass sich Finanz- und Realwirtschaft schon weit voneinander entfernt haben.

Draghi macht im übrigen noch eine interessante Bemerkung zum Verhältnis der Banken zur Wirtschaft: Er sagte, die EZB wisse, dass diejenigen, die ihre Gelder nicht auf dem Interbanken-Markt verleihen, sondern sie bei der EZB über Nacht parken, andere seien, als jene, die im Dezember beim Tender zugegriffen hätten. Daraus kann geschlossen werden, dass sein Konzept genau aufgeht: Dass nämlich vor allem spanische und italienische Banken das Geld vom Tender verwenden, um Staatsanleihen zu kaufen (daher auch die fallenden Zinsen bei Italo-Bonds – hier).

Und jetzt der Artikel:

 SNB kann Kurs nicht halten: Schweizer Franken bricht aus

  |  Veröffentlicht: 05.04.12, 14:29  |  Aktualisiert: 05.04.12, 16:36 |  35 Kommentare

Erstmals seit der Einführung des Mindestwechselkurses im September vergangenen Jahres ist ein Euro weniger Wert als 1,20 Schweizer Franken wert. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Sorge über eine Verschärfung der Krise in der Eurozone weiter gestiegen ist.

Erstmals seit der Einführung des Mindestwechselkurses im September vergangenen Jahres ist ein Euro weniger als 1,20 Schweizer Franken wert. Dies berichtet die Onlineausgabe der britischen Zeitung The Guardian.

Der Schweizerischen Nationalbank ist es nicht gelungen, dem Druck der Märkte standzuhalten. Obwohl die SNB beteuert hatte „unbegrenzt“ Mittel einzusetzen, um den Frankenkurs niedrig zu halten, erreichte er kurz vor Mittag einen Wert von 1,1998 Franken pro Euro.

Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Sorge über eine Verschärfung der Krise in der Eurozone weiter gestiegen ist. Vor allem die Schweizer Exportwirtschaft leidet unter dem starken Franken, der ihre Produkte für andere Länder zu teuer macht. Der Frankenkurs steigt, weil die Anleger ihr Kapital im stabilen Schweizer Markt sicher wähnen.

Inzwischen konnte die SNB durch den Ankauf von Devisen den Mindeswechselkurs zwar wieder herstellen. Es ist aber zu erwarten, dass Währungshändler die Bereitschaft der Zentralbank weiter auf die Probe stellen werden. Kritiker befürchten, diese Politik könnte schon bald zu einer Hyperinflation in der Schweiz führen.

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/04/41410/

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Kategorien: Crash, Europa, Schweiz, Wirtschaft | Schlagwörter: , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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