Monatsarchiv: April 2012

Gesellschaftlicher Status sinkt – Mittelschicht erodiert – zumindest in Österreich


Heute auf www.orf.at:

Manchmal sind Details aussagekräftiger als das Gesamtergebnis, wie der aktuelle Arbeitsklimaindex deutlich macht. Zwar ging er insgesamt nur um einen Punkt zurück, doch einzelne Teilbereiche zeigen zum Teil starke Veränderungen: So geben 60 Prozent der Beschäftigten an, mit ihrem Einkommen kaum oder gar nicht über die Runden zu kommen.

Somit pfeifen es die Spatzen nun schon von den Dächern, was die meisten spüren:

Der Anteil jener Beschäftigten, die mit ihrem Einkommen nur noch knapp auskommen, stieg im Vergleich zum Vorjahr von 44 auf 50 Prozent.  Nimmt man die elf Prozent derjenigen, die mit ihrem Einkommen gar nicht mehr auskommen, so sind es bereits mehr als 60 Prozent der Arbeitnehmer.

Mittelschicht erodiert

„Die Menschen mit mittlerem Einkommen kommen immer mehr unter Druck“, sagte AK-Präsident Johann Kalliauer bei der Präsentation des Index. „Die zunehmende Schwierigkeit, mit dem erarbeiteten Einkommen einigermaßen gut leben zu können, wirkt sich auch auf das Gefühl aus, an der Gesellschaft teilhaben zu können.“ Die Arbeitnehmer würden sich zunehmend übergangen fühlen, was Einkommen, Rechte und sozialen Status betrifft. Während bei Personen mit Matura und höherer Bildung der Indexrückgang von 113 auf 111 nur gering ausfiel, stürzte er bei Personen mit Pflichtschulabschluss von 104 auf 96 Punkte regelrecht ab.

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Warum Entkopplung kein Ausweg aus dem Wachstumsdilemma ist!


Auf Beiträge von mir kommen ja oft Einwendungen, dass Wachstum grenzlos wäre, nur das Denken beschränkt sei. Rein intuitiv wollte ich dem nie trauen, weil es mir einfach unmöglich erscheint.

Eine sinnvolle Erörterung des Themas findet sich in Tim Jacksons „Wohlstand ohne Wachstum“ im Kapitel 5 „Mythos Entkopplung“:

Relative und absolute Entkopplung

Hierbei unterscheiden wir zwischen relativer und absoluter Entkopplung. Dabei meint „Relative Entkopplung“ eine Abnahme der ökologischen Intensität pro Einheit Wirtschaftsleistung, die Auswirkungenn auf die Ressourcen nehmen in Relation mit dem BIP ab.

Nur wenn die Auswirkungen auf die Ressourcen in absoluten Zahlen abnehmen, was im ersten Fall nicht gegeben sein muss, spricht man von „Absoluter Entkopplung“

sind historisch gesehen keine plausible Lösung für das Wachstumsdilemma

Die Möglichkeit ist damit aber noch nciht ausgeschlossen und ist die Entkopplung auch nicht überflüssig, nur offensichtlich nicht so effizient, um 7 oder mehr Milliarden Menschen den gleichen Lebensstandard wie in der westlichen Welt zu ermöglichen.

In Wahrheit gibt es bislang kein überzeugendes Szenario, das für eine Welt mit 9 Milliarden Bewohnung stetig wachsende Einkommen mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit verbindet. Im Lichte dieser Erkenntnis ist die naive Annahme, die Tendenz des Kapitalismus zur Effizienz werde uns erlauben, das Klima zu stabilisieren oder uns vor Ressourcenknappheit zu schützen, schlichtweg eine Wahnvorstellung. Wer Entkopplung als Ausweg aus dem Wachstumsdilemma empfiehlt, sollte sich erst einmal den historischen Befund etwas genauer ansehen – und die grundlegende Mathematik des Wachstums.

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Gute Analyse, zumindest wenn man innerhalb des Systems bleiben will 🙂

Eine fundamentale Lösung, wie ich sie mir letztendlich vorstelle, ein neues, besseres Gesellschaftssystem wird daraus aber auch nicht.

Zumindest zeigt es aber wie schwierig es ist, im bestehenden „Glaubenssystem“ Wirtschaft, den Mund aufzumachen, selbst wenn er an sich nicht am Schuldgeldsystem zweifelt und ja im Prinzip noch sehr sehr systemkonform ist.

uhupardo

Stellen wir uns einfach vor, Sie verstehen nicht so wahnsinnig viel von Wirtschaft, lesen aber immer eifrig mit, ohne wirklich den Zusammenhang so richtig zu bekommen. Sie fragen sich, wie diese Krise entstanden ist, wer über seine Verhältnisse gelebt hat, wo die Schuldigen sitzen und wie man das Ganze jetzt noch regeln kann.

Sie fragen sich u.a.:

Haben Staatsschulden irgendetwas mit Inflation zu tun? (Antwort: nein)

Haben Preise mit irgendetwas anderem als mit Lohnstückkosten zu tun? (Antwort: nein)

Warum mästet die EZB die Banken statt direkt Staatsanleihen zu kaufen. (Antwort: Gute Frage!)

Hat Griechenland mehr falsch gemacht als Deutschland? (Antwort: nein, im Gegenteil!)

Wie kann man das Ganze jetzt noch regeln, bevor der Kessel definitiv explodiert? (Antwort auch darauf im Video)

Alle diese und viele andere Antworten bekommen Sie in ganz einfachen Worten (diesen Vortrag versteht wirklich jeder) von Professor Dr. Heiner Flassbeck, dem Direktor der Abteilung für Globalisierung und…

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Professor Franz Hörmann „Bedingungslose Grundversorgung!“ – und warum derzeit immer rigider in die Freiheitsrechte der Bevölkerung eingegriffen wird


Bedingungslose Grundversorgung!

 (Franz Hörmann)

Welche Mechanismen sind es, die unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zurzeit so massiv bedrohen, dass immer rigider in die Freiheitsrechte der Bevölkerung eingegriffen wird und die Realwirtschaft die Bedürfnisse der Menschen (aufgrund von Überschuldung bzw. Illiquidität!) nicht mehr decken kann?

1)    Das verzinste Schuldgeldsystem
2)    Die (Preis)Konkurrenz der Unternehmen
3)    Das „Gesetz von Angebot und Nachfrage“
4)    Die Unmöglichkeit eine „Geldmenge zentral zu steuern“

1) Das verzinste Schuldgeldsystem

Der größte Teil des Geldes wird nicht von Zentralbanken sondern von Geschäftsbanken erzeugt und zwar im Rahmen ihrer Kreditvergabe. Geld, das von den Geschäftsbanken „verliehen“ wird, wird nämlich im Kredit selbst erst (als Schuld!) erzeugt, es war vorher nicht einmal vorhanden! Dieses Geld besitzt daher auch keinen realen Wert, die einzige „dingliche Sicherheit“ stellt die Sicherheit des Kreditnehmers (beim Hypothekenkredit z.B. sein Grundstück) dar, niemals jedoch leistet die Bank irgendeine Form von Sicherheit. Dieses „Kreditgeld“ verlangt die Bank, vermehrt um Zinsen, „wieder zurück“. Diese Geldschöpfung erfolgt einfach durch Eingabe eines Buchungssatzes in den Computer der Bank. Durch diese Buchung wird jedoch immer nur das Kreditkapital erzeugt, niemals Geld zur Bezahlung der Zinsen. Um Zinsen bezahlen zu können, müssen die Menschen, die nicht selbst Geld schöpfen können, diese Geldbeträge (zur Bezahlung ihrer Zinsen) anderen Menschen im Wirtschaftskreislauf abnehmen. Dies ist es, was in unserem politischen System dann sehr zynisch als „gesunder Wettbewerb“ bezeichnet wird.

Es ist daher vollkommen klar, dass in Summe jene Menschen und Menschengruppen (wie z.B. realwirtschaftliche Unternehmen, Kommunen und Staaten), die nicht selbst „Geld schöpfen“ können, nach einiger Zeit (idR. 70-80 Jahre) hoffnungslos überschuldet sind, womit das Eigentum an den „Sicherheiten der Kreditnehmer“ dann in das Eigentum der Banken übergeht. Ein so konstruiertes Geldsystem kann daher zurecht als planmäßige Enteignung aller Nicht-Banken interpretiert werden – ein Raubzug quer durch die Realwirtschaft und die Bevölkerung.

2) Die Preiskonkurrenz der Unternehmen

Unternehmen stehen heute im Wirtschaftssystem in einem (Preis)Wettbewerb. Der Grund dafür liegt primär, wie oben gezeigt, im verzinsten Schuldgeldsystem. Durch diesen Preiswettbewerb werden Unternehmen immer danach trachten die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren. Ein wesentlicher Beschleunigungsfaktor bei dieser Entwicklung ist in der zunehmenden Modernisierung bzw. Automatisierung zu sehen. Für konventionelle Produktions- und Dienstleistungsprozesse werden immer weniger menschliche Arbeitskräfte benötigt (in Japan existieren sogar schon Roboter zur Altenpflege – wenngleich dies aufgrund der dann fehlenden menschlichen Wärme als menschenverachtend und zynisch betrachtet werden kann). Berufe im Wirtschaftssystem werden daher schon bald nicht mehr in der Lage sein, die Bevölkerung mit einem Einkommen bzw. mit Kaufkraft zu versorgen. Der Staat (Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Notstandshilfe etc.) wird hier, aufgrund seiner rapide wachsenden Verschuldung, ebenfalls in absehbarer Zeit versagen. Was von den Eigentümern der Unternehmen jedoch offenbar übersehen wird, ist der Umstand, dass ohne Kaufkraft der Bevölkerung auch ihre Produkte und Dienstleistungen nicht mehr verkäuflich sind, d.h. wir erleben steigende Überproduktion bei fehlender Kaufkraft, ein deutliches Zeichen dafür, dass schlicht die Verteilung der Outputs der Wirtschaft nicht mehr funktioniert. Bisher konnte die fehlende Kaufkraft durch steigende Verschuldung (Privatkredite) einigermaßen aufgefangen werden. Da aber nunmehr sämtliche Schulden, aufgrund des Exponentialverlaufs des Zinseszinssystems, extrem schnell ansteigen, geraten auch immer mehr Banken „in Schieflage“ und sind nicht mehr in der Lage Kredite zur Verfügung zu stellen.

Solange sich die Unternehmen daher in einem (Preis)Wettbewerb mit einander befinden, werden Arbeitsplätze stets abgebaut werden, wodurch die Bezahlung der Einkommen von den Umsatzerlösen der Kunden auf die Steuerzahlungen der Bürger verlagert werden wird.

3) Das „Gesetz von Angebot und Nachfrage“

Im heutigen Wirtschaftssystem gilt das „Gesetz von Angebot und Nachfrage“, d.h. knappe Waren erzielen „am Markt“ stets höhere Preise als Waren, welche in ausreichender Menge oder sogar im Überfluss vorhanden sind. Bei dieser Spielregel handelt es sich jedoch um kein Naturgesetz, sondern eine willkürliche Bestimmung, welche automatisch dazu führt, dass immer weitere Verknappung (bis hin zur Verelendung jener, welche die betreffenden Waren dringend benötigen) zu immer höheren Gewinnen der rechtlichen Eigentümer der knappen bzw. verknappten Waren führt. Diese Eigentümer besitzen daher als Spekulanten ein massives Interesse an gezielter Verknappung, wodurch sich das Elend weiter ausbreitet und die rein rechnerischen Gewinne (denn durch den Zusammenbruch der Realwirtschaft wird dieses Rechengeld sich auch für die erfolgreichen Spekulanten kaum noch in Güter und Dienstleistungen umwandeln lassen!) weiterhin wachsen.

Es ist in diesem Zusammenhang extrem wichtig zu verstehen, dass es sich bei dieser Spielregel des sog. freien Marktes lediglich um eine von den Marktteilnehmern frei gesetzte Norm handelt, welche jederzeit, im Konsens, auch wieder verändert werden kann. So kann jederzeit von den Marktteilnehmern auch das Ziel der globalen Überwindung von Knappheit festgelegt werden, wobei die Spielregel dann auch so verfeinert werden kann, dass jene Marktteilnehmer, welche zu diesem Ziel in Kooperation am meisten beitragen, auch die größten Belohnungen erhalten. Gewinne würden in diesem System (eines Nicht-Nullsummenspiels) nicht mehr zu Lasten der Verlierer gehen (wie dies in einem Nullsummenspiel der Fall ist), da Verlierer in einem Nicht-Nullsummenspiel nicht mehr existieren.

Das „Gesetz von Angebot und Nachfrage“ setzt implizit also ein Nullsummenspiel voraus. Kreativität und Innovation als treibende Kräfte steigender Effizienz in Produktionsprozessen ermöglichen der Menschheit jedoch jederzeit ein Wirtschaftssystem in Form eines kooperativen Nicht-Nullsummenspiels, in welchem der steigende Mehr-Ertrag innovativer, laufend verbesserter Produktionsmethoden in gerechter Weise auf die gesamte Bevölkerung verteilt, der Innovator jedoch dennoch (z.B. in Form einer Prämie) für seine gemeinschaftsnützliche Leistung belohnt werden kann.

4) Die Unmöglichkeit eine „Geldmenge zentral zu steuern“

Das heute durch die Banken bei der Kreditvergabe erzeugte Giralgeld (Kreditgeld) ist insofern anonym, als die Geldeinheiten (zunächst die Zahlen im Computer der Bank) über keine Seriennummern verfügen, d.h. ihr genauer Weg durch das Wirtschaftssystem nicht nachvollzogen bzw. überwacht werden kann. Genau aus diesem Grund sind auch Diebstahl, Erpressung, Bestechung, Geldwäsche und ähnliche Missbrauchsfälle kaum zu verhindern. Im Falle rein elektronischer Währungen (wie von den Vollgeld-Intiativen, Monetativen etc. vorgeschlagen) wäre es jedoch jederzeit möglich, nicht nur den Weg der Geldeinheiten durch die Wirtschaft zu beobachten sondern sogar diesen, auf Grundlage der geschlossenen Verträge, nur auf bestimmte Personen sowie vertragskonforme Gegenleistungen zu beschränken („funktionales Geld“). Wenn heute die Geldmenge durch Kreditvergabe von den Geschäftsbanken laufend erweitert wird, so besteht dadurch stets die Gefahr, dass die Menge an Gütern und Dienstleistungen nicht im erforderlichen Ausmaß mitwächst, wodurch es zu einer Verminderung des Geldwerts (Inflation) kommen kann. Geld, das zunächst als Kredit erzeugt wird, zirkuliert nämlich solange im Wirtschaftssystem, bis der Kredit wieder zurückgezahlt (getilgt) wurde. Steigt die Nachfragemenge auf den heutigen freien Märkten merklich über die Angebotsmenge, so reagieren Unternehmer automatisch mit Preissteigerungen, da sie ja immer versuchen werden, die maximal möglichen Preise für sich zu lukrieren. Ein bedingungsloses Grundeinkommen, das der Bevölkerung rein für den Konsum zur Verfügung gestellt würde, könnte daher u.U. durch steigende Nachfrage in der Realwirtschaft Inflation auslösen und sich deshalb selbst entwerten. Auch die Beschleunigung der Umlaufgeschwindigkeit mittels Negativzinsen (nach Silvio Gesell, „Wörgeler Freigeld“) stellt nach wie vor ein Geldsystem als Nullsummenspiel dar, in welchem auch die Geldschöpfung und Geldvernichtung historisch nicht gelöst ist, da das Wörgeler Freigeld ursprünglich durch einen Schillingbetrag gedeckt war, es sich somit nur um Komplementärgeld handelte (eine zusätzliche Regionalwährung neben einer Hauptwährung, deren Funktionieren immer noch auf das Funktionieren der Hauptwährung angewiesen ist).

Ein demokratischer Lösungsvorschlag

Da die zunehmende Automatisierung der Produktionsprozesse menschliche Arbeitskraft mehr und mehr überflüssig macht, wird irgendeine Variante des bedingungslosen Grundeinkommens die einzige Möglichkeit sein, zunehmende Verelendung der Bevölkerung zu verhindern. Die dafür erforderlichen Geldbeträge können aber ganz offensichtlich weder durch Steuern noch durch weiter steigende Staatsschulden finanziert werden. Die bestehenden Geldschulden im System sollten den Schuldnern vollständig erlassen und die Gläubiger mit demokratisch geschöpftem „Vollgeld“ (welches als funktionales Geld einer nachvollziehbaren, auf bestimmte Rechnungskreise beschränkten Verwendung unterliegt) entschädigt werden.

Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, zu diesem Zweck dem Staat (d.h. der Gemeinschaft aller BürgerInnen) die Kompetenz zur Geldschöpfung konkret zu diesem Zweck (als ausgegliederter elektronischer Rechnungskreis, also als funktionales Geld) zu übertragen. Jede MitbürgerIn erhält (z.B. auf ihr/sein Sozialversicherungskonto) jenen Betrag gutgeschrieben, der es ihr/ihm ermöglicht, Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Kleidung, Miete, Energie, Fahrtkosten, Gesundheit etc.) zu erwerben.

Die dafür erforderliche Geldschöpfung könnte durch den Buchungssatz „Kassa an Eigenkapital“ einer transparent überwachten, demokratischen Nationalbank (dN) erfolgen. Die Preise für die in diesem Rechnungskreis zur Verfügung gestellten Güter und Dienstleistungen müssten dazu jedoch zunächst streng reguliert werden, d.h. es müsste sichergestellt werden, dass Verkäufer auf eine das Angebot übersteigende Nachfrage mittels Kapazitätsausweitung und nicht mit Preissteigerungen reagieren. Bei der Kapazitätsausweitung könnten die Anbieter dieser Güter und Dienstleistungen dann wiederum von Menschen unterstützt werden, die mit diesem funktionalen Geld über das Niveau der bedingungslosen Grundversorgung hinaus belohnt (bezahlt) würden. Das Festschreiben des Gewinns dieser Anbieter ist insofern gerechtfertigt, als sie einerseits selbst ja ebenfalls die bedingungslose Grundversorgung erhalten und andererseits auch exklusiv ihre Waren in diesem speziellen Rechnungskreis anbieten dürfen. Bei Bezahlung würde dieses funktionale Geld dann sofort wieder verschwinden, d.h. bezahlt würde nicht der Anbieter der Güter bzw. Dienstleistungen, sondern die dN, womit das Geld wieder verschwindet. Die Anbieter der Güter und Dienstleistungen würden durch spezielle Prämien dieses funktionalen Geldes direkt von der dN belohnt, auch diese Beträge würden unmittelbar bei Bezahlung an die dN wieder vernichtet, sodass dieses Geldsystem einem Gutscheinsystem gleicht, in welchem Gutscheine bei Einlösung vernichtet und weder getauscht noch in anderer Form weitergegeben werden können.

Dieses System könnte in einem zweiten Schritt auf Gutscheine umgestellt werden, welche auf Mengen und Qualitäten bestimmter Güter- und Dienstleistungskategorien und nicht mehr auf Preise ausgestellt sind. Dadurch wären Blasenbildungen, Spekulation, Korruption, Gelddiebstahl etc. schlagartig unmöglich.

Langfristig sollten die Ziele des neuen Wirtschaftssystems für Produktion und Verteilung getrennt werden: die Produktion sollte stets nachhaltig in Form eines Kreislaufsystems, in welchem Abfälle möglichst zu 100% wiederverwertet oder in unschädlicher Form der Natur zugeführt werden (Cradle2Cradle) sowie in Kooperation erfolgen. Jede Innovation sollte sofort allen Kooperationspartnern zugänglich gemacht werden, da nur so sichergestellt ist, dass Fortschritt stattfindet und die Produktionsmethoden laufend verbessert werden. Kreative Erfinder, welche ihre Ideen dem Gemeinwohl zur Verfügung stellen, können jederzeit mit speziellen Prämien in Form von Gütern und Dienstleistungen belohnt werden. Stufenweise könnten solche Belohnungen jedoch (z.B. wahlweise) auch durch Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen, öffentlicheBekanntheit, Auszeichnungen etc. ersetzt werden, wodurch sich die materialistische Motivation ebenfalls in andere Bereiche weiterentwickeln könnte.

Ein solches Wirtschaftssystem setzt auch ein grundlegend anderes Bildungssystem voraus, in welchem nicht mehr die Effizienz am Arbeitsplatz oberste Zielsetzung darstellt, sondern zunächst emotionale und soziale Kompetenz (die sog. Herzensbildung), da sie die Grundlage jeder Kommunikationsfähigkeit repräsentiert. Wissen und Fähigkeiten würden sich junge Menschen in diesem System direkt in der praktischen Anwendung zur Steigerung des Gemeinwohls auf möglichst kooperative, selbstbestimmte und sinnstiftende Art und Weise aneignen.

PHILOSOPHIE, PSYCHOLOGIE UND TECHNOLOGIE FÜR DIESE SYSTEMVERÄNDERUNG STEHEN BEREIT UND SIND JEDERZEIT EINSETZBAR. ALLES WAS JETZT NOCH FEHLT IST EINE POLITISCHE MEHRHEIT!

Videos:

Anleitung zum Abzocken http://www.youtube.com/watch?hl=de&v=CaVAc8XkWY8

Wie Geld funktioniert (Teil 1) http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ

Wie Geld funktioniert (Teil 2) http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA

Wie Geld funktioniert (Teil 3) http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk

Goldschmied Fabian – warum überall Geld fehlt http://www.youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0

Links:

Positivemoney http://www.positivemoney.org.uk/

Monetative http://www.monetative.org/

Vollgeld (Verein monetäre Modernisierung) http://vollgeld.ch/

Geld mit System (Website der unabhängigen Geldsystemkritiker) http://geldmitsystem.org/

Texte:

Banken erfinden Geld aus Luft http://derstandard.at/1285200656759/derStandardat-Interview-Banken-erfinden-Geld-aus-Luft

Wie kommt Geld in die Welt? http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/geldschoepfung-wie-kommt-geld-in-die-welt-11637825.html

Geld aus dem Nichts http://www.heise.de/tp/artikel/36/36097/1.html

Geldschöpfung – Werte aus dem Nichts schaffen http://theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/57-geldschoepfungwerte-aus-dem-nichts-schaffen.html

Geld und Geldschöpfung – Einblicke in ein Enteignungssystem http://the-babyshambler.com/2011/10/30/geld-und-geldschopfung/

Wie Banken Geld machen – Einblicke in ein Schneeballsystem http://le-bohemien.net/2011/09/09/wie-banken-geld-machen/

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Wann kommt der Crash?


Mit Spannung hast Du nun einen Artikel erwartet, der Dir die Antwort auf diese Frage gibt, Kristallkugelblick und Kartenlegen. Das kann ich aber nicht. Dass er eigentlich längst überfällig ist und mit tollen Tricks herausgezögert wird, spüren wir alle. Aber wie lange funktionieren die Tricks noch?

Wann die Erlösung durch den Crash kommt und Zeit für Neues reift, würde ich euch gerne abstimmen lassen. Man sagt doch dem Internet so eine Art Prophezeiungsgabe nach, versuchen wir es mal:

Alle Umfragen findet ihr hier.

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Der Schweizer Franken als Anzeichen der Krise


Da ich ja immer mehr und zunehmend der Meinung bin, dass der von mir und vielen ersehnte Gesellschaftswandel nur nach einem Zusammenbruch des bestehenden wirtschaftlichen Systems erfolgen kann, beobachte ich natürlich mit Interesse Anzeichen des Crashs.

Der Schweizer Franken sollte ja bei 1,20 Euro stabilisiert werden, nachdem er schon bei knapp einem Euro stand. Die Stabilisierung hielt ja die letzten Monate ganz gut, dass er nun aber unter 1,20 Euro gesunken/gestiegen ist, zeigt mir aber, dass der Druck für die Schweizer Nationalbank extrem hoch sein muss.

Nachdem ja im Dezember das System noch mal gerettet wurde, wie Draghi eingestehen musste:

Draghi: Im Dezember wäre es beinahe zum Crash gekommen

  |  Veröffentlicht: 27.01.12, 18:35  |  Aktualisiert: 27.01.12, 19:11 |  52 Kommentare

Die Euro-Zone stand im Herbst offenbar dichter am Abgrund als bekannt: Mario Draghi sagte in Davos, ohne seine Aktion, 489 Milliarden Euro in den Markt zu pumpen, hätte es eine „größere, größere Kreditklemme“ gegeben.

Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, sagte am Freitag beim Word Economic Forum in Davos, dass nur mit der Hilfe der massiven Geldschwemme durch die EZB Ende 2011 eine „größere, größere Kreditklemme“ verhindert worden sei. Das wisse die EZB „mit Sicherheit“.

Die Zahlen der EZB zeigen, dass die Banken im Dezember plötzlich verrückt gespielt haben. Sie hörten schlagartig auf, den Unternehmen und Privaten Geld zu leihen (mehr zu den Zahlen und dazu, dass das kein abgeschlossener Vorgang ist – hier). Daher entschloss sich die EZB, die Märkte mit dem 489 Milliarden Tender wieder flott zu bekommen (hier).

Dass die Gelder auch in der Realwirtschaft angekommen sind, bezweifelte indessen Draghi in Davos selbst: Er sagte, es gäbe in einigen Regionen Europas „ernsthafte Kreditklemmen“. Er wisse noch nicht, ob die Banken das Geld an die Realwirtschaft weitergeben: „Wir haben noch keine Beweise dafür. Wir müssen warten. Es gibt da eine Verzögerung.“

Beruhigend sind die Aussagen Draghis jedenfalls nicht. Vor allem beweisen sie, dass die Beschwichtigungen von Politik und Banken im Herbst unzulässig waren. Draghis Bemerkungen zeigen aber auch, dass sich Finanz- und Realwirtschaft schon weit voneinander entfernt haben.

Draghi macht im übrigen noch eine interessante Bemerkung zum Verhältnis der Banken zur Wirtschaft: Er sagte, die EZB wisse, dass diejenigen, die ihre Gelder nicht auf dem Interbanken-Markt verleihen, sondern sie bei der EZB über Nacht parken, andere seien, als jene, die im Dezember beim Tender zugegriffen hätten. Daraus kann geschlossen werden, dass sein Konzept genau aufgeht: Dass nämlich vor allem spanische und italienische Banken das Geld vom Tender verwenden, um Staatsanleihen zu kaufen (daher auch die fallenden Zinsen bei Italo-Bonds – hier).

Und jetzt der Artikel:

 SNB kann Kurs nicht halten: Schweizer Franken bricht aus

  |  Veröffentlicht: 05.04.12, 14:29  |  Aktualisiert: 05.04.12, 16:36 |  35 Kommentare

Erstmals seit der Einführung des Mindestwechselkurses im September vergangenen Jahres ist ein Euro weniger Wert als 1,20 Schweizer Franken wert. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Sorge über eine Verschärfung der Krise in der Eurozone weiter gestiegen ist.

Erstmals seit der Einführung des Mindestwechselkurses im September vergangenen Jahres ist ein Euro weniger als 1,20 Schweizer Franken wert. Dies berichtet die Onlineausgabe der britischen Zeitung The Guardian.

Der Schweizerischen Nationalbank ist es nicht gelungen, dem Druck der Märkte standzuhalten. Obwohl die SNB beteuert hatte „unbegrenzt“ Mittel einzusetzen, um den Frankenkurs niedrig zu halten, erreichte er kurz vor Mittag einen Wert von 1,1998 Franken pro Euro.

Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Sorge über eine Verschärfung der Krise in der Eurozone weiter gestiegen ist. Vor allem die Schweizer Exportwirtschaft leidet unter dem starken Franken, der ihre Produkte für andere Länder zu teuer macht. Der Frankenkurs steigt, weil die Anleger ihr Kapital im stabilen Schweizer Markt sicher wähnen.

Inzwischen konnte die SNB durch den Ankauf von Devisen den Mindeswechselkurs zwar wieder herstellen. Es ist aber zu erwarten, dass Währungshändler die Bereitschaft der Zentralbank weiter auf die Probe stellen werden. Kritiker befürchten, diese Politik könnte schon bald zu einer Hyperinflation in der Schweiz führen.

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/04/41410/

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