Wirkungen eines Bedigungslosen Grundeinkommens (BGE)


Die Auswirkungen eines Bedigungslosen Grundeinkommens (BGE) wären meines Erachtens gewaltig

Das BGE ist weit mehr als eine finanzielle Absicherung am unteren Ende der Einkommen. Die derzeitige Situation mit Sozialhilfe, Mindestsicherung (in Österreich) und Hartz IV (in Deutschland) verlangen vom Betroffen bereits mittellos zu sein, es ist ein Gnadenbrot, gerde genug um nicht zu verhungern und auf der Straße zu landen. Etwaige Vermögen müssen verkauft oder verborgen werden.

Das BGE hingegen hat eine gänzlich andere Intension. Die Tatsache, daß heute nur Arbeit im Sinne von Erwerbsarbeit entlohnt wird, ist ein Relikt aus längst vergangenen Tagen. Jeder in der Gesellschaft leistet wertvolle Arbeit für die Gesellschaft, dies reicht von Mutter sein, Aktivität in Vereinen, Kinder großziehen, Pflege der eigenen Eltern, Verwandten, Nachbarschiftshilfe und nahezu jeder agiert gerne sinnvoll in seinem Umfeld.

Die Erwerbsarbeitsplätze werden hingegen auf Grund der Rationalisierung immer knapper und meist nur widerwillig und unter dem Diktat niedriger Arbeitslosenquoten erhalten. Warum nutzen wir nicht diesen paradiesischen Zustand, daß es uns möglich ist, immer weniger menschliche Arbeit für stupide, sinnentleerte Tätigkeiten zu benötigen? Durch Einführung eines Bedinungslosen Grundeinkommens wäre es nicht weiter notwendig, Arbeitsplätze zwanghaft zu erhalten, sondern es würde zum ersten Mal ein Arbeitsmarkt entstehen. das erste Mal ein Arbeitsmarkt? Ja..

Bisher gibt es keinen Arbeitsmarkt

Auf einem freien Markt gibt es Angebot und Nachfrage. Wenn diese zusammenfinden, gibt es einen Deal, wenn nicht, dann nicht. Weder Käufer, noch Verkäufer ist dazu gezwungen, zu handeln. Wie sieht es derzeit am sogenannten Arbeitsmarkt aus? Ein Großteil der Menschen muß einen Job annehmen und zwar zu dem Preis, der ihnen vorgegeben wird, „Friß Vogel oder stirb!“. Meist muß man dann noch froh sein, den Job bekommen zu haben, das daraus sich ergebende Einkommen reicht halt für ein Dach über dem Kopf, Futter und ein bißchen Vergnügung, um den tristen Arbeitsalltag zu vergessen.

Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen in angemessener Höhe ist nun einmal jedem ein angstfreies Leben möglich. Es bildet sich blitzartig ein Arbeitsmarkt aus, auf dem sich nun aber die Entlohnung gewaltig verschiebt. Jeder kann frei entscheiden, ob er auch sehr sinnentleerte Arbeit annimmt, wird dafür aber eine entsprechende Entlohnung verlangen. Warum soll man nicht mal ordentlich reinhauen, ein paar Monate Regale schlichten, an piepsenden Kassen sitzen oder Hilfsarbeiten annehmen, wenn man dafür ein paar Tausend Euro erhält. Bisher vielleicht überdotierte Bereiche werden geringer entlohnt.

Wegfall von Einkommensteuern, reine Umsatzbesteuerung

Ich schließe mich dabei dem Konzept von Götz Werner an, das den Wegfall jeglicher Einkommensbesteuerung vorsieht und auf eine reine Umsatzbesteuerung abzielt. Warum? Dadurch kann jeder für jede Arbeit einfach, unbürokratisch entlohnt werden. Es bedarf keines Nachnaders, wer wo was verdient hat, die Unternehmen zahlen brutto für netto aus, jeder kann jeden bezahlen.

Und woher kommen die Einnahmen? REIN aus den Umsätzen. Hier tun sich gewaltige Möglichkeiten auf, gesellschaftlich gewünschte Umsätze zu fördern und gesellschaftlich nicht gewünschte Leistungen, Produkte zu hemmen oder zumindest daraus für das Gesamtsystem Geld für die Verteilung zu lukrieren.

Wohnen, Grundnahrungsmittel, soziale Tätigkeiten könnten mit sehr geringen Prozentsätzen versteuert sein (0 ….. 10 …… 20 ….. 30), im Normalbereich Umsatzsteuern von 25 bis 50 %, vielleicht 100, bei Produkten, Dienstleistungen, die der Gesellschaft, der Umwelt schaden und Luxusgütern, sind Besteuerungen von 100 % aufwärts möglich. Bei letzteren denke ich an fossile Brennstoffe (Verkehr, Abgase), Tabak, Drogen, Schmuck,  – wenn 100 % und mehr nun als absurd erscheinen, darf man aber nicht vergessen, daß es keine Einkommensteuer gibt und man dadurch aber sehr genau lenken kann, ohne zu verbieten und zu verordnen.

Ein gut ausgebautes Spendensystem

…. kann die derzeitige Arroganz der Finanz ersetzen. Der nun von Tausenden Finanzbeamten, die nichts anderes zu tun hatten, als den Menschen nachzuspionieren, jeden verdienten Euro auszumachen, um festzustellen, ob man für diese oder jene Beihilfe wenig genug verdient, sich darum zu kümmern, wer überhaupt wo und wann Beihilfen beziehen soll, befreite Staat kann sich darauf besinnen, Unternehmen und Privaten „Steuern“ in Form von Zahlungen schmackhaft zu machen, indem für konkrete Projekte geworben wird. Freiwilligkeit mit Lenkungseffekt, statt Kontrollieren und Abkassieren.

Es bedarf dazu sicher auch einem Wandel im Denken, dem anderen Gutes tun zu wollen, sich freiwillig für Projekte einzusetzen.

Alternative Geldsysteme – ohne Zinseszins

Daneben müssen alternative Geldsystem nicht nur zugelassen, sondern sogar gefördert werden. Es gibt zumindest in D-A-CH viele Ansätze und funktionierende Systeme (Tauschkreise). Im derzeitigen System steht aber eher zu befürchten, daß diese sehr befruchtenden Versuche bald durch eine Finanz unterdrückt wird, die dabei Steuerhinterziehung riechen könnte.

Ein wesentliches Problem unseres derzeitigen Geldsystems ist ja eindeutig, daß es Zinsen und Zinseszinsen gibt. Es hat noch kein Geldsystem auf dieser Basis viel mehr als 50 bis 60 Jahre überlebt und genau darum sind wir genau jetzt in der Finanzkrise. Die Zinsen auf die immer größer werdenden Guthaben einiger sind durch die Schuldzinsen der arbeitenden Massen nicht mehr aufzubringen.

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Kategorien: Bedinungsloses Grundeinkommen (BGE), Gesellschaft, Politik, Wirtschaft | Schlagwörter: , , , , , , | 7 Kommentare

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7 Gedanken zu „Wirkungen eines Bedigungslosen Grundeinkommens (BGE)

  1. Das BGE mit einem Geldsystem ohne Zinsen führt meines Erachtens nach zu einer Stagnation. Wettbewerb wird enorm gehemmt. Das führt dazu, dass der Zivilisationsprozess unter Umständen anderen hinterherhinken könnte. Der Wettbewerb ist und bleibt Triebfeder der Natur. Ein Schlaraffenland, um etwas polemisch zu werden, führt zu dem Effekt, wie er aus dem Märchen bekannt ist.

    • Dass es keinen Wettbewerb geben soll und keine Entwicklung war so gar nicht gemeint und gedacht. Es gab bereits zinsenlose Geldsysteme, die immer wieder sehr positive Entwicklungen enstehen ließen. Genau wird man es vorher nicht sagen können, das wäre gelogen, aber ich finde daß das momanten Geldsystem aus den Rudern geraten ist und andere Wege nur besser werden könnten. Danke aber für den Kommentar.

      • Der zentrale Moment in dem bestehenden Geldsystem ist Wachstum, aus dem sich der Zins ableitet. Zinseszins ist hierbei eine logische Konsequenz. Der Mehrwert wird also jeweils generiert. Geschieht dies nicht mehr, wird Kapital, das fehlinvestiert worden ist, verbrannt.
        Ohne dieses Anreizsystem wären zahlreiche Investoren meines Erachtens nicht mehr bereit, Kapital für (ökonomische) Entwicklung zur Verfügung zu stellen. Entwicklung und Fortschritt würde damit enorm gehemmt werden.

  2. @uhupardo Wüsste nicht, was dieses Bandbreitenmodell mit einem bedingungslosen Grundeinkommen zu tun haben soll. Die Einzigen, die von einem solchen Modell profitieren würden, sind ansonsten erfolglose Unternehmer. Mach die Augen auf und schau genau hin!

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